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ATSV Forchheim  Montag, 01. Mai 2017

Umzug beschlossen

Da der Verein im Forchheimer Norden keinen Platz findet, will er nun das Germania-Gelände kaufen. Dort soll ein schmuckes Vereinsheim entstehen.
 
von ALEXANDER HITSCHFEL
"Alea iacta est - die Würfel sind gefallen": Bei der Jahreshauptversammlung am Freitag beschlossen die 40 anwesenden Mitglieder des ATSV Forchheim, ihr Vereinsgelände zu verkaufen und sich stattdessen auf dem bisherigen Germania-Gelände niederzulassen.
Die historische Entscheidung fiel um 21.58 Uhr. Mit nur einer Gegenstimme votierte die Versammlung dafür, das vereinseigene Gremium "Grundstücksangelegenheiten" zu bevollmächtigen, die Unterschriften für den Verkauf des ATSV-Geländes an der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße und für den Kauf des Germania-Grundstückes von der Stadt zu leisten.


Keine einfachen Diskussionen

Zuvor hatte ATSV-Vorstand Johannes Grün in vielen nicht einfachen Diskussionen versucht, die Mitglieder von den Vorteilen eines Standortwechsels zu überzeugen. Er informierte, dass es am 18. April ein Gespräch mit dem Bauträger gab. Nach zahlreichen Verhandlungsrunden sei der ursprüngliche Plan des Vereins, sich im Forchheimer Norden anzusiedeln, gescheitert. Laut Grün habe man die Zustimmungen für einen Verkauf der Flächen nicht bekommen, da diese über zwei Erbengemeinschaften verteilt seien und einzelne Personen immer wieder "quergeschossen" hätten.
"Aber der Jahn kriegt immer das, was er will", schimpfte ein langjähriges Mitglied, welches sich darüber mokierte, dass der Jahn auf das Gelände umziehen könne, auf dem für den ATSV kein Platz sei. "Der Jahn bekommt auch nicht alles, was er will, er muss auch Abstriche machen", wiegelte Vorsitzender Grün ab. Er bezeichnete die Vereinsflächen-Suche in Forchheim generell als schwierig.
Deshalb sei auch schnell wieder das bisherige Germania-Gelände ins Gespräch gekommen, informierte Grün, der den Mitgliedern dessen Vorzüge aufzeigte. Der Umzug auf das Germania-Gelände werde dem ATSV sowohl durch die Stadt als auch durch den Investor, der auf dem jetzigen ATSV- und jetzigen Jahn-Gelände zusätzliche Wohnungen erbauen will, "versüßt", so Grün.
Hätte man im Forchheimer Norden nur ein Groß- und ein Kleinspielfeld erhalten, könne der Verein auf dem Germania-Gelände neben dem Hauptspielfeld auch den vom Investor zu einem zweiten Großspielfeld mit Flutlicht umgebauten früheren Bolzplatz nutzen. Dieser soll zwar im Besitz der evangelischen Kirche bleiben, der ATSV erhalte aber ein Nutzungsrecht.

Neues Vereinsheim mit "Z-Form"
Das alte Germania-Sportheim soll abgerissen und durch ein neues Vereinsheim in "Z-Form" ersetzt werden. Auf der einen Seite soll ein Sportlertrakt mit Umkleiden, Duschen, Büro und Technikraum entstehen, auf der anderen Seite vier Kegelbahnen, die von den Forchheimer Sportkeglern genutzt werden könnten. Bisher trainieren diese in Hausen, zukünftig wollen sie im ATSV eine eigene Abteilung gründen. "Wir bekommen also 50 neue Mitglieder dazu", verkündete Grün, der in seinem Bericht ohnehin einen Mitgliederanstieg um zehn Personen auf 209 vermelden konnte.
Außerdem sei im neuen Vereinsheim eine großräumige Gastronomie geplant, die der ATSV verpachten will. Der Terrassenbereich des parallel zum A-Platz angeordneten Sportheims werde überdacht, um geschützt die Spiele anschauen zu können. Eine zweite, südliche Terrasse könne der Wirt nutzen.
Diskussionen gab es um die marode Brücke, die zum Germania-Gelände führt. Grün: "Die wird von der Stadt saniert." 400.000 Euro seien hierfür im Haushalt bereitgestellt. "Und wenn die Kegelbahn nicht mehr läuft?", wollten Mitglieder wissen. "Dann machen wir eben einen Turnraum draus und verkaufen die Bahn", so der Vorsitzende. "Wir haben kein Risiko, wir können nur gewinnen."
Grüns Zeitplan: Die Stadt kauft das Grundstück von der Germania ab, der Vertragsabschluss ist dann für Sommer geplant. Läuft alles glatt, könne im September 2018 ins neue Gebäude umgezogen werden.

ATSV ändert seine Satzung Dienstag, 12. April 2016

Einstimmig genehmigt wurde auf der Hauptversammlung des ATSV Forchheim von den 32 anwesenden stimmberechtigten Mitgliedern der vom Vorsitzenden Johannes Grün

Vorsitzender Johannes Grün (Mitte) mit den beiden "50ern" Jürgen Güßregen (links) und Rainer Abwandner Foto: Alexander Hitschfel

 

 

 
 
Beitrag vom 19.11.2014
 
Die Torheiten des Marc Baumann
Ein Freistoßhammer aus 40 Metern als erstes Tor
Der erst 21-jährige Marc Baumann hat in den letzten drei Jahren eine beeindruckende Torquote. Im Dress des ATSV Forchheim erzielte er in 63 Partien starke 70 Treffer. Dennoch musste er letzte Saison, trotz elf eigener Tore, mit seiner Mannschaft in die B-Klasse absteigen. Für anpfiff.info hat der Stürmer einmal seine Torheiten aufgestellt.
Die Karriere des Marc Baumann begann im Alter von sechs Jahren in der Jugend des VfB Forchheim. Dort spielte er dann vier Jahre und wurde auch mit der F1-Jugend Meister. Dann löste sich die Jugend dort auf und Baumann war zu einem Wechsel gezwungen. "Ich habe dann zwei Jahre in der Jugend beim ATSV Forchheim gespielt. Dann sind einige Spieler weg gegangen und es gab keine Mannschaft mehr und so musste ich mir dann einen anderen Verein suchen", so der Goalgetter. So zog es ihn zum JFG Franken Forchheim, wo er allerdings nur eine Saison kickte. "Ich hatte dort Probleme mit dem Trainer und bin dann nach einer Spielzeit wieder gewechselt." Baumann ging zum 1. FC Burk, wo er vier Jahre lange spielte. Von Burk ging er zurück zur JFG Franken Forchheim, wo er allerdings wieder nur ein Jahr spielte. "Freunde haben mich dann zur SpVgg Reuth gelotst und dann habe ich dort mein letztes A-Jugendjahr gespielt. Mir war es immer wichtig mit meinen Kumpels zu spielen und deswegen habe ich auch oft wegen ihnen dann meinen Verein gewechselt."

Der Aufstieg muss her

Das erste Jahr im Herrenbereich kickte Baumann, erneut wegen seiner Freunde, beim VfB Forchheim. Anschließend an diese Saison, in der er nicht so gut zurecht kam, zog es ihn zum ATSV Forchheim. "Mein Vater ist schon lange beim ATSV und macht dort extrem viel und dann hat sich ein Wechsel zum ATSV einfach angeboten. Zudem kannte ich dort einige und hatte auch gute Kumpels, die auch dort hin gegangen sind", beschreibt Baumann. Die letzte Saison war seine zweite beim ATSV Forchheim und wurde leider mit dem Abstieg in die B-Klasse abgeschlossen. "Wir wollen jetzt erstmal die verbockte letzte Saison wieder gut machen und sofort wieder aufsteigen. Vergangenes Jahr lief einiges schief bei uns, aber wir sind aktuell auf einem guten Weg diesen Fehler wieder auszubessern", so der Stürmer. Bisher läuft es perfekt, denn aus 13 Spielen konnte die Maximalpunktzahl von 39 Zählern eingefahren werden. "Viele Freunde von mir spielen jetzt hier und ich kenne alle sehr gut. Ich denke, wenn wir aufsteigen, dann bleibt die Mannschaft auch größtenteils so zusammen und dann werde ich auch hier bleiben. So wie es im Moment läuft macht es viel Spaß, aber ich glaube das ist immer so, wenn du gewinnst", äußert sich Baumann zu seiner Zukunft.